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Bucherscheinung: Die Zukunft der Gesundheits(fach)berufe


Es ist endlich da: Das Buch „Die Zukunft der Gesundheits(fach)berufe“ mit einem Beitrag von unserer Bundesvorsitzenden Carmen Steves und Peter Lehle, Leiter des KBSZ Ellwangen, zum PTA-Beruf.

Kompetenzen stärken und Verantwortung anbieten – darum geht es in der Zukunft nicht nur im PTA Beruf, sondern in allen anderen Gesundheitsfachberufen. Demografische Entwicklung, digitale Transformation, Fachkräftemangel oder Versorgung in ländlichen Gebieten – das sind nur einige der Herausforderungen, die angegangen werden müssen. In vor-Ort-Apotheken können PTA Stellen oft über Monate nicht besetzt werden, weil es nicht ausreichend Bewerber gibt. Die Schülerzahlen sinken und mit ihr das Niveau der Schüler*Innen die in die PTA Ausbildung einsteigen. Eine katastrophale Entwicklung, insbesondere für die Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln aber auch für PTA, die das hohe Arbeitsaufkommen in den Apotheken auffangen müssen und für Apothekeninhaber*Innen, die in einen zusätzlichen, schwer auszuhaltenden Druck geraten.

„Während die Arbeitsanforderungen in der Apotheke stark angestiegen sind, fehlen Aufstiegsmöglichkeiten und Perspektiven sind nicht sichtbar“ (Steves, Lehle 2021)

Unsere Bundesvorsitzende Carmen Steves und Peter Lehle (Apotheker und Leiter des Kreisberufsschulzentrums Ellwangen) beschreiben in diesem Buch treffend, wie es zur misslichen Lage im PTA Beruf gekommen ist und wie der wertvolle Beruf wieder an Attraktivität gewinnen kann.

Hierzu gehört etwa die Entwicklung einer einheitlichen Weiterqualifizierung, die zu mehr Kompetenzen führt und damit eine lohnende Perspektive bietet, für PTA, die nicht Pharmazie studieren wollen. Die Verbesserung der beruflichen Position durch ein Studium an einer Fachhochschule muss ebenfalls in Betracht gezogen werden, damit PTA mit Studium nicht abwandern in andere Arbeitsbereiche wie Verwaltungen oder die Industrie. Nicht zuletzt sollte im Zuge einer Neustrukturierung des Berufes über eine Veränderung der Berufsbezeichnung nachgedacht werden. Der Begriff „Assistentin“ bzw. „Assistent“ kann wegfallen. PTAs assistieren nicht mehr nur, sie sind häufig die ersten Ansprechpartner*Innen für KundInnen und PatientInnen und arbeiten längst selbstständig. Ein Beispiel für eine gelungene Veränderung ist hier der MTA-Beruf. Nach der Novellierung des Berufes sollen sich die Berufsbezeichnungen in medizinischer Technologe bzw. medizinische Technologin in der jeweiligen Fachrichtung ändern (Bundesministerium für Gesundheit, 2020, S. 9).

Fazit: Es ist ein lesenswertes Buch entstanden mit bereits gelungenen Veränderungen in anderen Gesundheitsfachberufen, von denen wir PTA profitieren können. Erhältlich ist es ab sofort zum Preis von Euro 49,95 beim MVV Verlag.

 

(10.06.2021)