Ü 60 und Instagram & Co
Laut einer Studie (Quelle ARD/ZDF-Medienstudien 2024 und 2025) nutzen ca. 24% der 50 – 69-jährigen Instagram (77% der 14 – 29-jährigen).
OK, ich gehöre dazu den 24%. Aber nutze ich diese Plattform wirklich? Eigentlich habe ich dort ein Account, um von meinen Kindern „nichts“ zu verpassen. Aber so richtig anfreunden kann ich mich mit Instagram nicht. Als erstes sind es die Algorithmen und Hashtags, mit denen „man“ sich rumschlagen muss. Dann stört mich die Oberflächlichkeit, manchmal fühlt es sich an, als zähle nur das perfekte Bild, oder ein prägnanter Kommentar – nicht das echte Leben. Der Zeitfresser schlechthin: stundelang durch Stories scrollen. Dann er Daten und Privatsphärenaspekt: nicht alles muss die Welt wissen. Wer nicht aufpasst, teilt schnell zu viel.
Und was spricht für Instagram & Co?
Instagram ist der schnellste Weg, um zu sehen, was die Enkel in Australien machen. Ob Garten, Stricken oder Reisen: Es gibt Communities, in denen man Gleichgesinnte findet und sich inspirieren lassen kann. Lebenslanges Lernen: Instagram zwingt einen, Neues zu lernen, kreativ zu sein – und das hält jung! Einen wichtigen Aspekt finde ich: Warum sollten nur Junge ihre Geschichten erzählen? Auch wir haben Erfahrungen, die es wert sind, geteilt zu werden.
Mein Fazit
Instagram ist weder gut noch schlecht – es kommt darauf an, wie man es nutzt. Für uns Ü60 kann es eine Bereicherung sein: als Fenster zur Welt, als kreatives Ventil oder einfach als moderne Art, in Kontakt zu bleiben. Aber es ist kein Muss. Wer lieber ein Buch liest oder im Garten arbeitet, sollte das tun – ohne schlechtes Gewissen.
Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht ‚Warum Instagram?‘, sondern ‚Warum nicht?‘ – solange es uns bereichert und nicht einengt.
Mein Instagram Account: jobes_ute
Eure
Ute Jobes