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Ausbildung - Pharmazeutisch-technische/r AssistentIn

Voraussetzungen:
Die Mittlere Reife (Realschulabschluss) oder ein vergleichbarer Abschluss gelten als Zugangsvoraussetzungen. Gute Noten in Mathematik oder in naturwissenschaftlichen Fächern sind ebenso von Vorteil, wie ein Interesse an manuell-praktischen Tätigkeiten und dem kommunikativen Umgang mit Menschen.

Ausbildung:
Die Ausbildung dauert derzeit insgesamt 2 ½ Jahre inklusive Praktikum. Im Rahmen einer baldig angestrebten Novellierung der Ausbildung setzt sich der BVpta aufgrund der gestiegenen Berufsanforderungen und einer notwendigen europäischen Angleichung jedoch für eine künftige Verlängerung der Ausbildungszeit auf 3 Jahre ein.

Zwei Jahre sind theoretischer sowie praktischer Unterricht in anerkannten PTA-Schulen, mit Fächern wie Galenik, Chemie, Physik, Arzneimittel- und Drogenkunde (Laborarbeit, Rezepturen), Botanik, aber auch EDV, Rechtskunde, Diätetik, Körperpflegekunde. Diese schließen ab mit einem ersten schriftlichen und mündlichen Prüfungsabschnitt in diversen Unterrichtsfächern und einer praktische Prüfung mit galenischen und chemisch-pharmazeutischen Übungen sowie Übungen zur Drogenkunde.

Danach schließt sich ein halbjähriges Praktikum in einer Apotheke an und endet mit dem zweiten Prüfungsteil, dem staatlichen Examen zur PTA, mit einer mündlichen Prüfung zum Schwerpunkt Apothekenpraxis.

Famulatur:
Nach §1, Absatz 2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für PTA (PTA-APrV) vom 23. September 1997 haben Auszubildende ein Praktikum von 160 Stunden in einer Apotheke zu leisten (PTA-Famulatur). Das Praktikum soll unter Aufsicht eines Apothekers stehen. Es soll den Auszubildenden Einblicke in die Betriebsabläufe einer Apotheke sowie in die pharmazeutischen Tätigkeiten vermitteln:

  • Kennenlernen der Apotheke
    (Räumlichkeiten, Laborausstattung, Personal und Kompetenzen, Computersystem)

  • Beschäftigung mit dem Warenwirtschaftssystem
    (Bestellungen, Lagerhaltung, Preisbildung, Arbeit mit dem Großhandel, Arbeit mit Direktbestellungen)

  • Anwendung von Kenntnissen aus der Gesetzeskunde
    (Dokumentation, Protokollierung, Literaturrecherche, Prüfvorschriften)

  • Anwendung von Kenntnissen aus der Gefahrstoffkunde
    (Umgang mit Drogen und Chemikalien, Gifte, Kennzeichnungen)

  • Labortätigkeiten: Rezeptur, Defektur, Prüfungen
    (Theoretisches Wissen, Mitarbeit bei der Herstellung, Mitarbeit bei der Prüfung, Herstellung einfacher Rezepturen unter Aufsicht)

  • Beschäftigung mit Frei- und Sichtwahl
    (Anwendung und Vertiefung der bisherigen Kenntnisse)

  • Anwendung pharmakologischer Kenntnisse
    (Famulatur bei der Beratung in der Selbstmedikation, Mitarbeit bei der Rezeptbelieferung, Kennen lernen der Fertigarzneimittel)

  • Spezialgebiete (Betäubungsmittel, Impfprogramme, Komplementäre Heilmethoden etc.)

Ausbildungsaufwand:
An staatlichen Berufsfachschulen ist die Ausbildung schulgeldfrei, an privaten Bildungseinrichtungen kostet sie etwa zwischen 3.500 EUR und 7.000 EUR. Eine Förderung ist nach BAföG durch das Ausbildungsförderungsamt oder bei Umschulungen nach AFG durch das Arbeitsamt möglich.

Ausbildungsvergütung:
Im halbjährigen Praktikum erhält man nach Tarif je nach Region 501 bzw. 516 EUR brutto an Ausbildungsvergütung.

Anfangsgehalt:
In öffentlichen Apotheken liegt das Einstiegsgehalt nach Tarif je nach Region 1.767 bzw. 1.774 EUR brutto. Bei Einrichtungen des Bundes und der Länder gilt der Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD), die Vergütung richtet sich nach Qualifikationseckpunkten, Berufserfahrung etc. In der Industrie liegen die Einkommen in der Regel über denen des öffentlichen Dienstes und richten sich oftmals nach den Tariflöhnen der chemischen Industrie (ver.di / IG BCE).

Weitere Berufsmöglichkeiten und Aufstiegschancen:
Über die verantwortungsvolle Tätigkeit in der öffentlichen Apotheke oder der Krankenhausapotheke hinaus, gibt es für PTA auch Karrierechancen in der Industrie, bei Behörden und Gesundheitsämtern oder privatwirtschaftlichen Laboren, z.B. in leitenden Funktionen im Labor, Aufgaben im Marketing- und Produktmanagement oder als Pharmareferent/-Berater im Außendienst, Industriemeister Chemie oder Pharmazie, Techniker Chemietechnik/Umweltschutztechnik oder Betriebswissenschaft. Auch als Fachjournalisten in pharmazeutischen Redaktionen oder als Referenten und Lehrkräfte bestehen für PTA mit entsprechender Zusatzqualifikation sehr gute berufliche Möglichkeiten.

Arbeitgeber:
Apotheken, staatliche Ämter und Behörden, chemische, pharmazeutische oder medizinische Labore, Kliniken, Pharmazeutischer Großhandel, Krankenkassen, Apothekerkammern und -Verbände, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, Bundeswehr, Universitäten, Forschungszentren, PTA-Schulen, Verlage, Agenturen, die pharmazeutische Industrie.

Weitere Informationen sowie Musterarbeitsverträge oder Bewerbungsratgeber können Sie als Mitglied des BVpta erhalten. 2009 bieten wir übrigens auch eine kostenlose Schülermitgliedschaft im BVpta an.

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963_Neue-ApBetrO

Der Vorentwurf des BMG zur neuen ApBetrO sieht eine Verschärfung der Aufsicht des Apothekers bei der Abgabe von GKV-Rezepten vor: alle Verschreibungen sollen künftig vor Abgabe vom Apotheker abgezeichnet werden. Im Widerspruch zu dieser Aberkennung bisheriger Befugnisse der PTA steht allerdings die geplante Einführung einer Beratungspflicht bei jeglicher Abgabe in der Apotheke. ‚Unter Aufsicht‘ des Apothekers ist das in der alltäglichen Praxis nicht umsetzbar.
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Ab sofort finden Sie alle Online-Fortbildungen des BVpta gemeinsam auf unserer neuen Lernplattform. Dort sind die verschiedenen Kurse übersichtlich dargestellt und schnell und bequem zu erreichen. Die Teilnahme an den E-Learnings-Kursen ist natürlich weiterhin völlig kostenlos.
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