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10. Juli 2026

Wenn PTA verreisen…

Der Urlaub ist gebucht, die Vorfreude groß und der Koffer fast gepackt. Eigentlich könnte die Erholung beginnen. Eigentlich. Denn wer einmal PTA ist, bleibt es irgendwie auch im Urlaub.

Das beginnt oft schon bei der Reiseapotheke. Während andere Reisende mit einem kleinen Beutel auskommen, wird bei PTA sorgfältig geplant: Schmerzmittel, Fieberthermometer, Pflaster, Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Insektenstiche, Sonnenbrand und natürlich ausreichend Sonnenschutz. Man weiß ja nie. Die Reiseapotheke nimmt dabei nicht selten mehr Platz ein als die Schuhe.

Auch am Urlaubsort lässt sich das berufliche Denken nicht einfach abschalten. Während andere entspannt am Buffet stehen, fällt der Blick automatisch auf den Grapefruitsaft und die Frage taucht auf, mit welchen Arzneimitteln er wohl wechselwirken könnte. Am Nachbartisch hustet jemand? Sofort beginnt im Kopf die Differenzialdiagnose. Und wenn jemand über einen Mückenstich klagt, hat man meist schon drei passende Empfehlungen parat, bevor die Person ausgesprochen hat.

Selbst bei der Auswahl der Sonnencreme wird es schwierig, den PTA-Modus auszuschalten. Lichtschutzfaktor, UVA-Siegel, Wasserfestigkeit, all das wird mit derselben Aufmerksamkeit geprüft, mit der wir sonst Arzneimittel beurteilen.

Vielleicht zeigt sich gerade darin etwas Besonderes an unserem Beruf. PTA sein endet nicht mit dem Feierabend und macht auch vor dem Urlaub nicht halt. Unser Wissen begleitet uns, manchmal ungefragt, aber oft auch hilfreich.

Und so reisen viele PTA mit einem Koffer voller Kleidung und einer Denkweise voller Fachwissen. Das mag nicht immer entspannend sein, gehört aber irgendwie dazu.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sommer, erholsame Urlaubstage und möglichst wenige Situationen, in denen ihr eure Reiseapotheke tatsächlich benötigt.

Eure

Anja Zierath