Karneval in der Apotheke, wenn der weiße Kittel zum Kostüm wird
Eigentlich ist jeder Tag in der Apotheke wie Karneval – nur ohne Konfetti. Oder doch mit? Denn wir PTAs sind wahre Verwandlungskünstler:innen: Mal schlüpfen wir in die Rolle der Seelsorgerin („Frau Meier, das wird schon wieder!“), dann der Detektivin („Was steht hier eigentlich auf dem Rezept? ‚Ibu… was?‘“), der Krisenmanagerin („Nein, das Medikament ist nicht einfach ‚irgendwo hinten‘!“) oder der Lehrerin („Nein, die Tabletten teilt man nicht mit der Schere!“).
Und manchmal? Da sind wir einfach Clowns – weil der Alltag in der Apotheke so absurd ist, dass man entweder lachen oder weinen muss. Wir entscheiden uns fürs Erste.
Wolle mer se reinlasse? Vor Öffnung der Apotheke, darf dieser Ruf auf keinen Fall fehlen. Die Stimmung steigt direkt, dazu ein Dreifach Oche Alaaf (ich bin Aachenerin) und der Tag startet einfach gut.
Aber erst noch eine Polonaise: der Ruf erschallt: „Alle zur Kasse – wir starten eine Polonaise.“ Wir schlängeln uns, zusammen mit den Kunden, durch Bonbonregale, Kosmetikschütten und Händedesinfektionsmittel. Wir machen einen Schlenker durchs Labor und vorbei an den Großhandelswannen. Zu guter Letzt rufen alle Alaaf und alle Beteiligten werfen eine Runde Konfetti. Anschließend Mutzenmandeln für alle!
Jetzt noch das Dreigestirn, Prinzessin PKA. Bäuerin ApothekerIn und Jungfrau PTA!
Also: Kittel an, Masken auf – der Karneval in der Apotheke geht weiter!
Denn hier wird nicht nur gearbeitet, hier wird gelebt, gelacht und manchmal auch verzweifelt. Aber Hauptsache, wir machen es zusammen – mit einem „Oche Alaaf!“ und der Gewissheit: „Et hätt noch immer jot jejange!“
In diesem Sinne
Eure Ute Jobes