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30. Oktober 2026

Die Apotheke als Ort der kleinen Wunder

Vielleicht doch ein wenig zu romantisch gedacht. Aber im laufenden Tagesgeschäft in der Apotheke geschehen jeden Tag kleine, unscheinbare Wunder, wenn moderne Wissenschaft, Handwerkskunst und menschliche Zuwendung aufeinandertreffen. Apotheke vor Ort!

Oftmals mitten im Fachgespräch mit der Kollegin, wirst du im HV benötigt. So kommst du, noch mit völlig anderem Gedankengang, vor deinen Kunden. Dann ist schnelles, möglichst empathisches Umschalten gefragt. Jetzt entstehen Momente, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, aber für die Betroffenen oft vieles verändern:

Die aufgeregte junge Mutter: Ein Kleinkind hat hohes Fieber, und die Mutter ist am Rande der Verzweiflung. Mit einer ruhigen Beratung und einem beruhigenden Wort kann „die Apotheke“ nicht nur das Fieber senken, sondern auch die Angst der Mutter lindern. Plötzlich atmet sie wieder durch – und das Kind spürt: Hier bin ich sicher.

Die dementiell veränderte Person: Eine ältere Dame betritt die Apotheke, verwirrt und unsicher. Mit Geduld und Einfühlungsvermögen holen wir sie dort ab, wo sie gerade ist. Ein paar freundliche Worte, eine klare Anleitung – und sie verlässt die Apotheke mit einem Lächeln, weil sie sich verstanden und gut aufgehoben fühlt.

Die einsame junge Frau: Sie kommt nur für eine Bestellung herein, doch man merkt: Sie braucht mehr als ein Medikament. Ein offenes Ohr, ein ehrliches Gespräch – und plötzlich geht sie mit einem anderen Gefühl nach Hause. Manchmal reicht schon ein kurzer Moment der Zuwendung, um einen ganzen Tag zu verändern.

Die kleinen Wunder in der Apotheke sind es wert, gesehen und gewürdigt zu werden. Aber als erstes mache es dir selbst bewusst, welche große Kraft in dir steckt, diese kleinen Wunder zu bewirken.

Eure

Ute Jobes