Berufsbild PTA
Der Beruf ‚PTA' wurde erstmals 1968 offiziell per Gesetz in Deutschland verabschiedet. Die Einführung dieses neuen Berufes unter 2,5 jähriger Ausbildung erfolgte seinerzeit aus der Notwendigkeit einer Assistenzkraft des Apothekers vorwiegend in Labor und Rezeptur.
Die beruflichen Aufgaben und Anforderungen haben sich seither immens gewandelt und umfassen heute auch die Prüfung von Arzneimitteln und vor allem die Beratung von Kunden und Patienten im Handverkauf. Kommunikative Fähigkeiten und der fortwährende Erwerb von Kenntnissen über neue Substanzen und Arzneimittel sind in der heutigen beruflichen Praxis ein Muss. Vor allem der Bereich ‚Selbstmedikation' ist zu einer wahren Domaine für PTA geworden, in der täglich hohe Beratungskompetenz und sichere Empfehlung gefordert sind.
Laut Angaben der ABDA gibt es derzeit rund 52.000 PTA in Deutschland. Etwa 90 % aller PTA sind weiblich und arbeiten als Teilzeit- oder Vollzeitkräfte in der öffentlichen Apotheke.
Für PTA stehen heute viele weitere interessante Tätigkeitsfelder und Aufstiegsmöglichkeiten offen, welche ihren individuellen Fähigkeiten und Berufswünschen entsprechen: z.B. in Kliniken, in der pharmazeutischen Industrie, in Gesundheitsverwaltung und -einrichtungen, Laboren, Lehranstalten oder auch als selbständige PTA.
Der Beruf PTA hat sich somit zu einer vielseitigen und verantwortungsvollen Tätigkeit im Gesundheitswesen entwickelt. Finden wir heute noch im Berufsgesetz die Arbeit der PTA ‚unter Aufsicht des Apothekers' beschrieben, so ist dies schon längst nicht mehr zeitgemäß. Der BVpta setzt sich daher im Rahmen einer Novellierung von Gesetz und Ausbildungs- und Prüfungsordnung
für eine sinnvolle Anpassung dieser Formulierung und für eine zeitliche Anhebung der Ausbildung auf 3 Jahre ein.
Fort- und Weiterbildung:
Die ständige Neuentwicklung und Optimierung von Arzneimitteln und Wirkstoffen sowie die große Verantwortung, die PTA bei ihrer Arbeit tragen, machen es erforderlich, dass Fachwissen und Kenntnisse auch nach der Ausbildung fortwährend erweitert und aktualisiert werden. Zur persönlich-beruflichen Förderung bietet Ihnen die BVpta Bildungsgesellschaft daher zahlreiche Möglichkeiten der qualifizierten Fortbildung in allen wichtigen Themenbereichen. Hier finden Sie interessante Angebote für bundesweite Seminare, Abendfortbildungen, Fernschulungen und E-Learning.
Das WIpta bietet Weiterbildungen zur Fachkraft mit IHK-Abschluss an und die Fachhochschule Schmalkalden in Thüringen ein Weiterbildungsstudium zum/r Pharmazieökonom/in (FH) für PTA und Pharmazieingenieure.
Studium Pharmazie:
Mit der PTA Ausbildung und der praktischen Vorbildung bestehen prinzipiell auch gute Voraussetzungen für ein anschließendes Studium der Pharmazie an deutschen Hochschulen. In einigen Bundesländern gibt es auch die Möglichkeit zum Studieren ohne Abitur. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.wege-ins-studium.de.