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Pressemitteilungen 10.08.2010 BVpta zu AMNOG und Apothekenbetriebsordnung
Die im Rahmen des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG) geplante Änderung der Großhandelsvergütung gefährdet zahlreiche qualifizierte und wohnortnahe Arbeitsplätze in Apotheken. Betroffen werden davon primär Frauen sein. Die Vorsitzende des Bundesverbandes der Pharmazeutisch-technischen AssistentInnen (BVpta) Sabine Pfeiffer, forderte die Bundesregierung daher dazu auf, den derzeit diskutierten Gesetzentwurf noch einmal zu überarbeiten.
Die Regierungskoalition plant, mit jetziger Fassung des AMNOG die Vergütung des pharmazeutischen Großhandels durch eine ertragsneutrale Honorierung zu ergänzen. Gleichzeitig soll aber das für den Großhandel vorgesehene finanzielle Gesamtvolumen drastisch reduziert werden. Hiermit will die Bundesregierung nach eigener Aussage die Funktionsrabatte der Apotheken zugunsten der Krankenkassen nahezu komplett abschöpfen. „Für die einzelnen Apotheken, die ohnehin in einem seit Jahren stärker werdenden Wettbewerb untereinander stehen, würde dies Ertragsverluste zwischen 20.000 und 40.000 Euro pro Jahr bedeuten“, erklärt Pfeiffer. „Da viele Apotheken diese zusätzliche Last nicht mehr schultern können, befürchten wir einen massiven Abbau von qualifizierten Arbeitsplätzen – vor allem bei PTA.“ Pfeiffer weist darauf hin, dass die Bundesregierung damit ihre eigenen Ziele konterkariert. Gleichzeitig soll nämlich auch die Apothekenbetriebsordnung geändert werden, um die durch Apotheken gewährte Arzneimittelsicherheit weiter zu verbessern. „Auch bei dieser Verordnungsänderung gibt es noch zahlreiche Ungereimtheiten wie etwa die Verpflichtung, dass künftig alle von PTA abgegeben Rezepte von einem Apotheker vor der Abgabe gegenzuzeichnen sind. Das ist nicht nur eine Abwertung unseres Berufes, sondern auch im Apothekenalltag nicht umsetzbar. Gekoppelt mit der Änderung der Großhandelsvergütung muss man fast schon von einem Generalangriff auf PTA sprechen“, so Pfeiffer.
„Zurzeit werden rund 80 Prozent aller Arzneimittel in Apotheken von PTA abgegeben – natürlich mit einer entsprechenden pharmazeutischen Beratung. Unser Beruf ist also für eine sichere Arzneimittelversorgung der Bevölkerung unverzichtbar.
Dies gilt umso mehr als bereits jetzt ein Apothekermangel in den Apotheken zu verzeichnen ist. Werden hier PTA-Arbeitsplätze abgebaut, hätte das erhebliche negative Folgen für die Qualität der Arzneimittelversorgung, die Arzneimittelsicherheit und damit für jeden Patienten. Unser Verband hat großes Verständnis dafür, dass gespart werden muss. Zu Lasten der Gesundheit darf das allerdings nicht gehen. In dieser Form dürfen weder das AMNOG noch die Apothekenbetriebsordnung verabschiedet werden!“
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