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Fortbildung der PTA
Noch keine Pflicht - aber dennoch unverzichtbar?
In der Pharmazie und vor allem in der ÖA spielt die berufliche Fortbildung heute eine zunehmend wichtige Rolle. Denn längst reichen die während der Ausbildung erworbenen Kenntnisse nicht mehr aus, um in der täglichen Beratung bestehen zu können. Warum ist dem so und gibt es wirklich eine ‚Verpflichtung’ zum lebenslangen Lernen im Beruf? Nachfolgend daher einige Aspekte zur Fortbildung der PTA etwas näher beleuchtet.
Forschung und Innovation
Die Naturwissenschaften basieren zwar einerseits auf unveränderbaren Gesetzmäßigkeiten, sind aber gleichzeitig ein Feld intensiver wissenschaftlicher Forschungen. Gerade in der Pharmazie und der angrenzenden Medizin und Chemie werden ständig neue Erkenntnisse gewonnen, die über kurz oder lang auch Einzug in die Apotheke halten: In Form neuer Wirkstoffe und Arzneimittel, neuartiger Produkte, optimierter Galeniken oder veränderter Dosierungen und Anwendungen. Vor längerem Erlerntes ist oftmals überholt oder schlicht hinfällig. Lebenslanges Lernen ist somit ein unumgänglicher Baustein im Beruf der PTA,
um mit dem für den Berufsalltag erforderlichen Wissen stets ‚up-to-date’ zu bleiben.
Motivation und persönliche Zufriedenheit
Das persönliche Beratungsgespräch ist Kommunikation in Echtzeit. Frage, Antwort, Empfehlung folgen Schlag auf Schlag. Die Zeit, etwas nachzuschauen, sich in Ruhe zu informieren oder bei Kollegen nachzufragen, bleibt bei voller Apotheke häufig nicht. Im Zweifelsfalle zählt die Sicherheit in der Beratung zwar vor allem anderen, aber dies geht auch zu Lasten der Selbstzufriedenheit und Anerkennung. Wissenslücken schließen, Kenntnisse ausbauen und Fähigkeiten optimieren sind der Schlüssel zu Motivation und Selbstsicherheit und bestimmen letztlich den persönlichen ‚Wohlfühlfaktor’ im Beruf PTA.
Berufliche Chancen und Vergütung
Auch wenn Sie selbst am Besten wissen, dass Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten als PTA umfassend und aktuell sind, lohnt zusätzlich auch ein Nachweis dieser Qualifikation. ‚Gelernt’ heißt zwar nicht gleich ‚angewendet’, aber wie soll beispielsweise ein neuer Arbeitgeber Ihr Wissen in einem kurzen Gespräch beurteilen, wenn nicht über einen schriftlichen Nachweis von Lernbereitschaft und Lernerfolg? Darüber hinaus wird künftig die Vergütung über die Tarifstufen hinaus zunehmend individualisiert. Die so genannte leistungsorientierte Bezahlung (LOB) steht ab 2010 anfänglich in Nordrhein bevor. Auch hier wird das nachweisliche Fortbildungsengagement eine entscheidende Messgröße sein, damit das ‚Lob’ des Arbeitgebers nicht nur ein ‚ausgesprochenes’ bleibt, sondern auch finanziell einen Vorteil bringt.
Verantwortung und Selbstverpflichtung
In Zeiten von Versandapotheken, Arzneimittelfälschungen und der von Patienten und Kunden zunehmend selbständig eingeholten ‚Google-Gesundheitsberatung’ über das Internet und anderen Medien, müssen die ÖA ihre Kompetenz und Serviceleistungen weiter stärken. Denn die Apotheke ist und bleibt wichtigster Bestandteil des Gesundheitssystems für eine sichere Arzneimittelversorgung der Bevölkerung. PTA vollbringen eine unverzichtbare Leistung im öffentlichen Interesse einer gesunden Bevölkerung. Denn auch wenn ‚PTA’ kein Heilberuf im formalen Sinne ist, so tragen wir dennoch eine große Verantwortung in der Beratung und Empfehlung gegenüber Patienten.
Betrachtet man diese Aspekte in ihrer Gesamtheit, so wird schnell bewusst:
Fortbildung gehört zum Beruf PTA wie die Räder zum Auto, das Dach zum Haus oder – pharmazeutisch gesprochen – der Stößel zum Mörser. Fehlt das eine wichtige Teil, ist das Gesamte längst nicht mehr so gut einsetzbar.
Bei all diesen rationalen Argumenten zählt aber auch: Wer sich fortbildet, muss dies auch wollen und folglich in die Praxis umsetzen. Die Bereitschaft, wertvolle Freizeit und auch Geld zu investieren, um sich fortwährend beruflich weiterzuentwickeln, stellen viele PTA heute schon durch ein konstant hohes Engagement in der Fort- und Weiterbildung unter Beweis.
Wichtig hierbei ist ferner, unter der Vielzahl von Angeboten, auch die Qualität der Fortbildungen zu beachten. Aktualität, objektive pharmazeutische Wissenschaftlichkeit einerseits, aber ebenso wichtig, ein auf die Beratung ausgerichteter maximaler Praxisbezug im Hinblick auf das Arzneimittel- und Warenangebot in der Apotheke: Das sind die Grundsätze, die die BVpta Bildungsgesellschaft im Angebot ihrer Fortbildungen verfolgt. Damit stellen wir Qualität und Nutzen der Fortbildung in der Verantwortung als mitgliederstärkste Interessenvertretung für PTA sicher.
Also, bleiben sie fortbildungsmotiviert – es lohnt sich!
Wir freuen uns weiterhin auf Ihre rege Teilnahme.
Ihre Bettina Schwarz
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Diskutieren Sie aktuell mit in Facebook! Neue ApBetrO: BVpta fordert Aufwertung der PTA
 Der Vorentwurf des BMG zur neuen ApBetrO sieht eine Verschärfung der Aufsicht des Apothekers bei der Abgabe von GKV-Rezepten vor: alle Verschreibungen sollen künftig vor Abgabe vom Apotheker abgezeichnet werden. Im Widerspruch zu dieser Aberkennung bisheriger Befugnisse der PTA steht allerdings die geplante Einführung einer Beratungspflicht bei jeglicher Abgabe in der Apotheke. ‚Unter Aufsicht‘ des Apothekers ist das in der alltäglichen Praxis nicht umsetzbar. ... mehr >> |
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Neue Plattform für zertifizierte Online-Fortbildungen
 Ab sofort finden Sie alle Online-Fortbildungen des BVpta gemeinsam auf unserer neuen Lernplattform. Dort sind die verschiedenen Kurse übersichtlich dargestellt und schnell und bequem zu erreichen. Die Teilnahme an den E-Learnings-Kursen ist natürlich weiterhin völlig kostenlos. ... mehr >> |
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